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Faszinierende Empire-Vasenuhr mit Venus in ihrem Wagen (Modell von Claude Galle)

Beschreibung

Empire-Vasenuhr mit Venus in ihrem Streitwagen (Modell von Claude Galle)

Diese raffinierte und reich verzierte französische Empire-Vasenuhr, mit Venus in ihrem Streitwagen, ist ein berühmtes Modell von Claude Galle. Ottomeyer und Pröschel verweisen in ihrem Buch darauf, dass im Jahr 1815, nach dem Tod von Claude Galle, eine Uhr mit dem Titel “Venus Coquille” im Inventar der Galle-Werkstatt erscheint.

Die Uhr stammt aus der frühen Empirezeit und hat die Form einer patinierten Bronzevase. Diese Empire-Vasenuhr wird von einer vergoldeten Bronzefigur der Venus überragt, die auf einer Meeresmuschel sitzt und von Tauben gezogen wird. Auf der Seite der Vase befinden sich Dekorationen von Flussmasken, während ein Paar Delphine die Vase stützt. Schließlich hat der Sockel eine zentrale Verzierung von Neptuns Kopf, flankiert von Seepferdchen.

Auf dem weiß emaillierten Zifferblatt mit vergoldeten Bronzezeigern erscheint die Signatur “Le Roy Hr de Madame”. Dies bezieht sich auf Bazile Charles Le Roy (1765-1839), der Uhrmacher der kaiserlichen Familie von Kaiser Napoleon war. Das Original-Uhrwerk hat ein Pendel mit Seidenaufhängung.

Details zu dieser Empire-Uhr mit Venus in ihrem Streitwagen

Diese Empire-Vasenuhr in Museumsqualität, mit Venus auf einer Muschel, wurde professionell gereinigt und befindet sich in einem perfekten Zustand mit schöner Vergoldung. Das Uhrwerk hat ein Pendel mit Seidenaufhängung und Ankerhemmung. Es schlägt die Stunden und halben Stunden auf eine Glocke, die durch ein Zählrad reguliert wird. Sie wird komplett mit Pendel, Glocke und Schlüssel geliefert.

Frankreich ca. 1810
Abmessungen: 35 cm hoch, 31 cm breit und 12 cm tief.
Gewicht: 7,4 kg.

Bazile-Charles Le Roy (1765-1839)

Das Uhrwerk wurde von dem geschätzten Uhrmacher Bazile-Charles Le Roy (1765-1839) hergestellt. Er war der Sohn des Uhrmachers Bazile Le Roy (1731-1804). Bazile-Charles gründete das Haus Le Roy in 60 Galerie de Pierre, Palais-Royal kurz nach 1785, als der Duc d’Orléans (Philippe Egalité) die Gärten des Palais-Royal für die Öffentlichkeit und die Gebäude für den Handel öffnete. Dies ermöglichte es Le Roy und einer Reihe anderer Uhrmacher, sich in den Arkadengängen niederzulassen. Während der Revolution arbeitete er für die Republik und signierte seine Uhren ‘Elyor’. Danach verlegte er das Geschäft in die Galerie Montpensier, 13-15 Palais-Royal, wo das Unternehmen fast hundert Jahre lang bleiben sollte.

In den folgenden Jahren wurde er zum Uhrmacher von Kaiser Napoleon, von Madame Mère, Prinzessin Pauline, Jérôme Bonaparte, König von Westfalen und 1829 zum königlichen Uhrmacher der Herzöge von Bourbon und von Chartres ernannt. Sein Haus stellte Uhren auf der Pariser Exposition l’an VI (1797/8) und erneut in den Jahren 1819, 1823 und 1827 aus.

Literatur

  • Vergoldete Bronzen – die Bronzearbeiten des Spätbarock und Klassizismus, Hans Ottomeyer/Peter Pröschel, S.371 Abb. 5.13.17
  • Encyclopédie de la pendule française, Pierre Kjellberg, S.377 #B
  • French Bronze Clocks, Elke Niehüser, S.242 #939
  • Dictionnaire des horlogers français, Tardy, S.270