Empire-Uhr “Aphrodite in ihrem Wagen” nach einem Entwurf von Jean-André Reiche

 4,800.00

Vorrätig



Beschreibung

Faszinierende Empire-Uhr “Aphrodite im Streitwagen” nach einem Entwurf von Jean-André Reiche

Seltene Empire-Uhr mit dem Wagen der Aphrodite (Venus) aus vergoldeter Bronze und meergrünem Marmor als Symbol der treuen Liebe, nach einem Entwurf von Jean-André Reiche. Auf diesem schönen Entwurf von Jean-André Reiche spielt eine Frau in Gestalt der Aphrodite mit ihrem Hund in ihrem von einem Schwan gezogenen Streitwagen. Aphrodite trägt ein Empire-Kleid, das ihr von der linken Schulter gerutscht ist, während sie mit ihrem Hund spielt und ihre linke Brust enthüllt. Das Kostüm und die Frisur spiegeln die Mode des Empire wider, die durch die Gemälde von Jacques-Louis David populär wurde und von den Frauen am Hof Napoleons übernommen wurde. Bei genauerem Hinsehen erkennt man, dass der Wagen tatsächlich die Form eines Füllhorns hat. Diese schöne Empire-Uhr erinnert auch an das mythologische Motiv der Aphrodite, die aus dem Schaum des Meeres geboren wurde. Rund um die Uhr finden sich Hinweise auf den maritimen Ursprung der Aphrodite: der Hummer, die Muschel und die Fischziege.

Die Uhr steht auf feinen Toupetfüßen aus Ormolu, die einen Sockel aus seegrünem Marmor tragen. Dieser Sockel ist mit Muscheln, Masken und Seeungeheuern verziert.

Das Uhrwerk mit Ankerhemmung und Seidenfadenaufhängung schlägt die Stunden und halben Stunden auf eine Glocke. Sie verfügt über gebläute Stahlzeiger im Breguet-Stil für die Stunden und Minuten. Das weiße Emaille-Zifferblatt trägt die Signatur Courvorsier à Paris.

Diese Empire-Uhr ist in einem außergewöhnlichen und perfekt funktionierenden Zustand. Außerdem wurde sie von einem professionellen Uhrmacher gereinigt und gewartet. Die Uhr wird komplett mit Pendel, Schlüssel und Glocke geliefert.

Details der Empire-Uhr “Aphrodite in ihrem Wagen”

Paris, um 1810.
Abmessungen: Höhe 33 cm, Breite 30 cm, Tiefe 13 cm.
Gewicht: 9,4 kg.

Jean-André Reiche (1752-1817)

Die Uhr ist einer von mehreren Entwürfen von Jean-André Reiche (1752-1817), einem der führenden Pariser Bronzegießer der Empirezeit. Wie Jean-Simon Deverberie erlangte er besondere Berühmtheit durch seine Pendules Au Nègre. Der Sohn eines Leipziger Ladenbesitzers wurde am 13. August 1752 in der Leipziger Sainte-Nicole-Kirche getauft, wo sein Nachname als Reich eingetragen wurde. Wahrscheinlich änderte Jean-André seinen Namen, um den französischen Gepflogenheiten zu entsprechen, als er, wie eine Reihe deutscher ébénistes, nach Paris zog, wo er im Juni 1785 als Gründungsmeister aufgenommen wurde.

In seiner Werkstatt in der Rue Notre-Dame-de-Nazareth spezialisierte er sich auf die Herstellung von Uhrengehäusen, die nach der Abschaffung der Zünfte während der Französischen Revolution besonders florierte. Dies bedeutete, dass Reiche nun jeden Aspekt eines Uhrengehäuses herstellen konnte und ein Team von Handwerkern, von Modellierern, Gießern und Ziseleuren bis hin zu Marmorarbeitern beschäftigte. Sein Ansehen wuchs sofort als Marchand-fabricant de bronzes und insbesondere als Lieferant des Kaisers. Als er am 18. März 1817 starb, hinterließ Jean-André Reiche sein Geschäft seinem Sohn Jean Reiche.

Literatur

  • Die gleiche Uhr ist im Museum François Duesberg ausgestellt und in dem Buch “Arts Decoratifs 1775-1825”, S. 44, abgebildet.