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Außergewöhnlich seltenes Paar großer französischer Empire-Kerzenleuchter von Claude Galle

Beschreibung

Paar große französische Empire-Kerzenleuchter von Claude Galle

Paar ziselierte und vergoldete Empire-Kerzenleuchter aus Bronze von Claude Galle. Diese sehr eleganten Kerzenhalter haben einen facettierten Korpus, der in einem geschwungenen Binet endet, und ruhen auf einem achteckigen Sockel. Sie gehören zu den seltenen Modellen von Claude Galle. Auch ihr zurückhaltendes geometrisches Design verleiht ihnen einen phänomenalen Eindruck von Luxus und Eleganz.

Claude Galle, Bronzemacher in der Rue Vivienne 9 in Paris, lieferte dem Garde-Meuble zwei Paare identischer Leuchter für den Salon der Prinzen in den Gemächern des Kaisers im Palast Grand Trianon. Dies geht aus einem Memorandum vom 23. Dezember 1809 hervor. Ein identisches Paar Leuchter wurde am 30. Mai 1806 an das Schloss von Fontainebleau geliefert. Im Jahr 1810 befanden sie sich im ersten Salon des kleinen Appartements des Kaisers.

Empirezeit , um 1809.
Maße: 29 cm hoch, Durchmesser 14,5 cm.
Gewicht: 1,7 kg (für das Paar).

Claude Galle

Claude Galle (1759 – 1815) gilt als einer der besten Bronzer der späten Ludwig XVI Und Empire-Zeit. Er wurde in Villepreux bei Versailles geboren. Galle war der Lehrling von Pierre Foyin in Paris, dessen Tochter er 1784 heiratete. Er wurde 1786 Meister der Bronzegießerei. Nach dem Tod seines Schwiegervaters 1788 übernahm Galle seine Werkstatt. Er verwandelte es bald in eine der besten Bronzewerkstätten in Paris und beschäftigte schließlich rund vierhundert Handwerker. Er zog nach Quai de la Monnaie (später Quai de l’Unité) und 1805 in die Rue Vivienne 9.

Galle erhielt von 1786 bis 1788 viele Aufträge der königlichen Familie (Garde-Meuble de la Couronne). Er arbeitete mit Meistern wie Pierre-Philippe Thomire zusammen und versorgte das Château de Fontainebleau während des Empire mit den meisten Einrichtungsbronzen. Außerdem lieferte er Ormolu-Bronzen für die Paläste von Saint-Cloud, Trianon, Tuilerien, Compiègne und Rambouillet.

Galles Arbeiten befinden sich in der Sammlung von Museen wie dem Musée National du Château de Malmaison, dem Musée Marmottan in Paris, dem Museo de Reloges in Jerez de la Frontera, der Residenz in München und dem Victoria and Albert Museum in London. Claude Galle starb 1815, danach setzte sein Sohn Gérard-Jean Galle (1788-1846) das Geschäft fort.

Literatur

  • De bronze et de cristal, Marie-France Dupuy-Baylet, éditions Faton, S.389